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Knut Okresek

Steckbrief:

Name:Knut Okresek
Jahrgang:1965
Funktion:Herminator Buch Co-Autor
Werdegang:Sportjournalist seit 1986. '86-'89 Freier Mitarbeiter Kurier, Sportmagazin; '89-'91 Redakteur AZ/Tagblatt; Jänner '92 bis November 2000 Sportredakteur "täglich ALLES"; Jänner-Juni 2001 NEWS.
Wohnort: Maria Enzersdorf, Obertauern
Familienstand:geschieden, 2 Kinder
Hobbies:Laufen, Rafting, Colorado
Zusammenarbeit mit Hermann seit: Juni 2001
Persönliches Motto: Man verliert die meiste Zeit dadurch, dass man Zeit gewinnen will (John Steinbeck)
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Interview mit "Herminator Buch Co-Autor" Knut Okresek

Kannst Du dich noch an die erste Begegnung mit Hermann erinnern?
Knut: Ja, im März 1997. Damals war ich der einzige Print-Journalist beim Weltcup-Finale Vail, Hermann wurde Vierter im RTL und ich hab ihn im Zielraum interviewt. Er ist mir damals als ruhiger, eher zurückhaltender Typ aufgefallen - so kann man sich täuschen…

Welche Eigenschaft von Hermann schätzt Du am meisten?
Seine Konsequenz, seine Handschlag-Qualitäten und dass er alle Dinge penibel hinterfragt.

Deine Tätigkeit umfasst in erster Linie die Koordination der Pressetermine. Wie viele Interviewanfragen kriegst Du pro Tag?
Unterschiedlich: Von 5 bis 10 Wöchentlich (Sommerloch) bis 30 am Tag (Kitzbühel, Tour-de-France-Zusage 2003).

Nach welchen Kriterien sondierst Du all diese Anfragen? Oder anders ausgedrückt: welches sind die Bedingungen, dass ein Journalist eine Audienz beim Hermann kriegt?
National soll jedes (Ski-)engagierte Medium das Gefühl haben, dass es nicht zu kurz kommt; international ist es uns wichtig, dass die Qualitäts- und Massen-Medien (von New York Times über CNN und NBC-TV bis BILD) bestmöglich bedient werden.

Nicht jeder Journalist gibt sich mit einem 0-8-15 Interview mit dem Hermann zufrieden. Welches war der skurrilste Wunsch eines Journalisten, welcher an deine Adresse gerichtet wurde?
Eine Lifestyle-Reporterin wollte Hermann in der Sauna interviewen…

Und welches war die exotischste Zeitung (oder Radio/TV-Station) welche ein Interview mit dem Hermann machen wollten?
Der Puerto Rico Herald hatte Wind davon bekommen, dass Hermann Jennifer Lopez zum Tauchen besuchen wollte. Dabei handelte es sich um einen Faschingsscherz auf www.hm1.com. Zahlreiche Medien (weltweit) sind darauf reingefallen!

Trotz dem gewaltigen Presserummel, besticht Hermann bei den meisten Interviews durch eine fast schon provokante Lockerheit. Glaubst Du, dass ihm solche Termine tatsächlich Spaß machen, oder ist er ganz einfach ein ausgezeichneter Schauspieler?
Hermann agiert der Presse gegenüber genauso professionell wie auf der Piste, zudem versuche ich in Absprache mit ihm die Interviews so auszuwählen, dass sie bestmöglich in seinen Trainings- bzw. Renn-Rhythmus passen. Abgesehen davon ist er ein hervorragender Schauspieler, wie man bei seinen Werbe-Auftritten sieht.

Als Pressesprecher bist du immer ganz nahe dran am Hermann, in den meisten Fällen fungierst Du auch die Rolle seines Drivers. Wie gesprächig ist Hermann auf dem Beifahrersitz nach einem Rennen, das nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen ist?
Ich hoffe auf unterhaltsames Radio-Programm (und dass das Rennen mit einer Kurzmeldung abgespeist wird)…

Welches war dein emotionalste Erlebnis mit dem Hermann?
Der Comeback-Sieg in Kitzbühel 2003 und als ich beim WC-Finale in Sestriere 2004 im Funk Toni Gigers Worte "GS cancelled" hörte - abgesagt, das bedeutete: Hermann war der Gesamtweltucp-Siege nicht mehr zu nehmen. Ich hab HM sofort im Zimmer angerufen, und er wollte es erst gar nicht glauben.

Und welches war das traurigste?
Als ich ihn nach dem Motorrad-Unfall zum ersten Mal in der Intensivstation sah und mir so richtig bewusst wurde, wie schlecht es ihm wirklich ging.

Was wird Dir an Hermann unvergesslich bleiben?
Als ich nach einer Feier zu später Stunde aus dem Hotel-Lüftungsschacht seine Stimme und das Lied "In die Berg' bin i gern" hörte, was Hermann allerdings bis heute vehement bestreitet. Von seinem Gesangs-Talent kann sich jeder überzeugen: Auf dem (der) Comeback-Video-(DVD) kann sich jeder von Hermanns Gesangeskünsten überzeugen. Dort gibt er in der Matterhorn-Gondel "Rosamunde" zum besten!

Du warst früher selber Journalist, mit dem einen oder anderen
Skijournalisten hast Du früher zusammengearbeitet. Führt diese "Befangenheit" ab und an zu Problemen?
Als ich meinen ÖSV-Job angetreten hatte, dachten einige meiner ehemaligen Kollegen, dass ein Interview mit Hermann plötzlich "a gmahte Wiesn" wäre. Sie hatten sich gewaltig getäuscht und ich war für sie schnell "der gleiche Ungustl" wie mein Vorgänger...

Wo siehst Du Hermann in 10 Jahren?
In einer Management-Funktion, wobei er aber selber ordentlich Hand anlegt; im Hinterkopf das Wissen, dass er, wenn er wollte, noch immer alle in Grund und Boden fahren könnte!

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