"Kämpfe um den Start bei Überseerennen"
Noch steht nicht fest, ob ich wie geplant zur Vorbereitung nach Sun Peaks, Kanada, reisen kann. Ich leide derzeit unter Rückenproblemen, die mich selbst an leichtem Training hindern und Ski-Einheiten unmöglich machen. Zwar arbeite ich gemeinsam mit Spezialisten intensiv daran, die Probleme in den Griff zu bekommen, allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht exakt absehbar, wann ich wieder einsatzbereit sein werde.
Und obschon ich darum kämpfe, für die Rennen in Lake Louise und in Beaver Creek gerüstet zu sein, traue ich mich nicht, eine Prognose abzugeben. Ich gehe jedenfalls erst an den Start, wenn ich fit bin, möglicherweise also erst im Dezember.
Signale nicht beachtet
Meine Beschwerden nahmen ihren Ursprung Anfang September, unmittelbar nach der Rückkehr vom Sommertraining in Chile, als mich ein grippaler Infekt außer Gefecht setzte. Anfang Oktober dachte ich, wieder mit vollem Schwung loslegen zu können. Leider unterlief mir da allerdings ein Irrtum. Ich missachtete Signale meines geschwächten Körpers, erlitt einen Rückfall, reiste dennoch am 12. Oktober zu den geplanten Riesenslalom-Zeitläufen im Mölltal.
Am nächsten Tag zog ich mir – ohne gestürzt zu sein – auf der eisigen Piste eine Stauchung im Rücken zu, die einen vier Millimeter langen Querriss in der Bandscheibe zwischen viertem und fünftem Lendenwirbel nach sich zog, wie sich leider erst jetzt bei einer MRI-Untersuchung herausstellte.
"Muss mir Zeit nehmen"
Ich probierte weiterhin alles, habe allerdings das Ausmaß der Verletzung lange unterschätzt. Der Aufenthalt in Ägypten brachte nicht die erhoffte Erholung, an ein Konditionstraining war da nicht zu denken. Ich musste in der Folge auf den Trainingskurs im Stubaital verzichten und den Versuch, in dieser Woche wieder Ski zu fahren, nach nur einem Tag aufgrund starker Schmerzen abbrechen. Jetzt muss ich mir einfach Zeit nehmen, um wieder dorthin zu gelangen, wo ich im Übersee-Training schon war.
Ich versuche jedenfalls nach Kräften, meinen doch schon beträchtlichen Erfahrungsschatz in Bezug auf Comebacks abzurufen. Erträglich macht den Gedanken, dass ich weiß, was nach wie vor in mir steckt. Dafür zahlt es sich auf jeden Fall aus, alles Erdenkliche zu unternehmen, um so bald als möglich wieder auf die Beine zu kommen.





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