Die Lichter sind eingeschaltet, der Olympiawinter kann beginnen. Dabei sind die Scheinwerfer vor allem auf zwei Protagonisten gerichtet- auf Hermann Maier und Bode Miller. Zwei Figuren, welche die Fans nicht nur durch ihre sportlichen Darbietungen verzücken: Beide könnten genau so gut am Samstagabend zu Prime- Time in einer TV- Show als Entertainer auftreten. Zwei richtige Typen eben. Typen, deren Horizont weit über die Skispitzen hinaus reicht. Typen, die kein Blatt vor den Mund nehmen.
Miller hat in diesem Herbst den Mund aber definitiv zu voll genommen: Mit seinem Pladoyer für die Freigabe von EPO im Skisport, wartete er mit einer verbalen Bruchlandung auf. Mit dieser Äusserung rückte er nicht nur sich selbst in ein schiefes Licht, er erwies damit dem Ansehen der kollektiven Skiszene einen Bärendienst. Die Dunkelgelbe Karte, wurde im von seinem Erz- Rivalen Him- Self präsentiert. Hermann Maier: " Der Bode geht wie ich am Abend lieber spät als früh ins Bett. Aber aufgrund von solch blödsinnigen Statements, wäre es glaube ich besser, wenn er sich in Zukunft etwas früher hinlegen würde." Dieser Herminatorische Sager macht in aller Deutlichkeit den Unterschied zwischen diesen beiden grossartigen Sportlern aus:Maier trifft mit seinen Sprüchen meistens mitten ins Schwarze, Miller zu oft ins Fettnäpfchen.
Wie im letzten Winter, als Miller mit aller Vehemenz auf seine österreichischen Fans prügelte." Meine Fans in Austria, wirken sich negativ auf meine Leistungen aus. Die lassen mich nie in Ruhe, die fordern auch im Ausgang Autogramme von mir." Bei öffentlichen Auftritten des Herminators, bilden sich noch grössere Menschentrauben, beklagen würde er sich jedoch nie. Maier kennt seine wahren Brötchengeber. Auch deshalb garniert der Herminator doppelt so viel an Sponsoren- Gagen wie Miller. Und auch deshalb ist Maiers Bekanntheitsgrad in Österreich höher als die des Bundeskanzlers. Wärend Miller in seiner Heimat höchstens von Touristen aus Österreich und der Schweiz angesprochen wird. Vielleicht ändert sich das ja, wenn für Miller die Fettnäpfchen in diesem Winter zugefroren bleiben.